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Erdbestattung


Ursprünglich war die Beerdigung des Leichnams der Familie übertragen, wobei die übliche Form der Totenbestattung das Versenken des Körpers in die Erde war. Um dabei den Leichnam vor der Erdberührung zu schützen, wurde er in Tierhäute, in Matten oder in Leinentücher u.a.m. eingehüllt oder in einen Sarg gebettet, der aus Holz, Ton oder Stein gefertigt sein konnte. Zur Beisetzung des Leichnams, mit dem Aufkommen der Brandbestattung ab der jüngeren Steinzeit auch der Leichenasche, dienten Einzel- oder Gemeinschaftsgräber, die mit zunehmender Seßhaftigkeit der Menschen in oder neben den Ansiedlungen angelegt wurden. Diese den Siedlungen der Lebenden nachgebildeten Begräbnisplätze stellten die ersten Friedhöfe dar.

Mit dem Aufkommen des Christentums wird das Bestatten der Toten als Werk der Barmherzigkeit eine Aufgabe der christlichen Gemeinde, die damit an die Stelle der Familie tritt. Während des Mittelalters und darüber hinaus war daher die Beerdigung überwiegend eine kirchliche Handlung, bei der der Verstorbene im Sterbehaus aufgebahrt und anschließend auf einer Tragbahre – in manchen Gegenden auch auf einem Totenbrett – unter Glockengeläute zur Pfarrkirche übertragen und nach der Totenmesse in Kirchhof bestattet wurde. Um die Toten anläßlich der Beerdigung vor der Erdberührung zu schützen, wurden sie in Leinentücher oder geteerte Säcke (sogenannte Gerber) gewickelt oder eingenäht und nur für die Dauer der Bestattungszeremonie in einen mit einem Bahrtuch bedeckten Sarg, der Eigentum der Kirche war, gebettet. Erst Anfang des 17. Jahrhunderts wurde der Holzsarg bei Erdbestattungen allgemein gebräuchlich, wenn er auch für die ärmeren Schichten noch immer unerschwinglich war.

In Österreich war bis ins 19. Jahrhundert die Bestattung ohne Sarg teilweise üblich. Lediglich bei ansteckenden Krankheiten oder Wassersucht war der Sarg allgemein gebräuchlich. Erst mit Hofdekret vom 29. Mai 1825 wurde verfügt, daß jede Leiche in einem verschlossenen Sarg zur Erde gebracht werden mußte, dennoch sollte es noch einige Zeit dauern, bis dieser Anordnung Folge geleistet wurde.

Nach den derzeit geltenden Bestimmungen ist jeder/jede Verstorbene in einem dicht-schließenden Sarg zu bestatten. In der Regel dürfen bei Beisetzungen in Erdgräbern Särge aus Holz, Metall oder gleichwertigem verrottbaren Material verwendet werden, die den Zerfall der Leiche nicht behindern. Einige der Bestattungsgesetze schreiben jedoch vor, dass bei Erdbestattungen nur die Verwendung von Särgen aus Holz erlaubt ist. Hingegen sind bei Beisetzungen in Grüften nur Holzsärge mit Metalleinsätzen oder Metallsärge zugelassen. Grundsätzlich ist jeder Sarg, der in einen Friedhof eingebracht wird, mit einer Beschriftung zu versehen. Ihr Bestatter steht Ihnen bei der Auswahl des erforderlichen Sarges beratend zur Seite.

Der um die Kirche angelegte Kirchhof war das ganze Mittelalter hindurch die ordnungsgemäße Begräbnisstätte der Christenheit. Erst als die mit dem Anwachsen der Städte verbundene Zunahme der Einwohner eine vermehrte Anlage von Begräbnisstätten erforderte, sahen sich die städtischen Behörden veranlaßt, die Errichtung von Friedhöfen außerhalb der Stadtmauern anzuordnen. Diese Anordnung, die auf den Widerstand der wohlhabenden Bürger stieß, konnte jedoch nur teilweise verwirklicht werden und erst unter Joseph II., kam es ab 1784 zur Schließung der innerhalb der Ortschaften befindlichen Begräbnisplätze und zur Anlage neuer, außerhalb der Ortschaften gelegener Friedhöfe. Doch auch diese Friedhöfe sind, wenn sie nicht aufgelassen wurden, inzwischen auf Grund der Erweiterung der Siedlungs- bzw. Stadtgebiete in vielen Fällen wieder in den Bereich der Ortschaften oder Städte integriert worden.

Rechtsträger einer Bestattungsanlage, das heißt eines Friedhofes, kann eine Gemeinde, eine Kirche oder eine Religionsgemeinschaft sein, die für ihren Friedhof eine Friedhofsordnung zu erlassen hat. In dieser Friedhofsordnung ist unter anderem die Art und Beschaffenheit der Grabstellen, die zulässige Höchstzahl der in diesen Grabstellen beizusetzenden Leichen bzw. Leichenasche (Urnen) sowie der Erwerb, die Dauer und die Endigung des Grabstellenrechtes (Benützungsrechtes) festzusetzen. Die Friedhofsordnung ist in der Regel am Eingang eines Friedhofes anzuschlagen.

Wenn die Beilegung eines/einer Verstorbenen in einer bestehenden Grabstelle erfolgen soll, ist das Benützungsrecht an dieser Grabstelle nachzuweisen. Ihr Bestatter wird Sie informieren, in welcher Form dieser Nachweis erfolgen kann bzw. welcher Weg beschritten werden muß, wenn dieser Nachweis nicht vollständig ist oder nicht vorliegt.

Grundsätzlich ist jeder/jede Verstorbene in einem Friedhof zu bestatten. Die Beisetzung eines/einer Verstorbenen in einer außerhalb eines Friedhofes errichteten Begräbnisstätte (Sonderbestattungsanlage) ist nur mit der Genehmigung der dafür zuständigen Behörde gestattet. Aber auch die Errichtung einer Sonderbestattungsanlage, für die besondere Auflagen vorgeschrieben sind, bedarf einer Genehmigung der Behörde.



An dem Verstorbenen wird keine rituelle Waschung vorgenommen.

Es ist keine besondere Kleidung vorgesehen.

Priester und Ordensleute werden in ihrem Amtskleid bestattet.

Das Waschen, Ankleiden und Einsargen besorgen die Angehörigen oder in deren Auftrag die Bestattung.

Als Sargbeigabe kann dem Verstorbenen auf Wunsch der Angehörigen ein Handkreuz oder ein Rosenkranz oder beides mitgegeben werden.

1. Die Herstellung der Parte für Angehörige der römisch-katholischen Kirche unterliegt folgenden Empfehlungen:

- Der Text soll - wenn dies zutrifft - die Formulierungen

. . . gestärkt durch Gottes Wort und Sakrament . . . oder
. . . gestärkt mit der heiligen Eucharistie und dem Sakrament der Krankensalbung . . .
. . . nach feierlicher Einsegnung
. . . im festen Glauben an ein ewiges Leben
. . . zur Ruhe gebettet.

Die heilige Messe wird . . . gefeiert (aufgeopfert, zelebriert)

enthalten.

- Als Symbol kommt nur das Kreuz in Frage.

- Die Form der Parte und die Farbe des Partendrucks sind den Angehörigen überlassen.

2. Der Amtsträger der römisch-katholischen Kirche wird im allgemeinen mit Hochwürden oder, wenn es sich um einen Ordensmann handelt, mit Pater angesprochen. Es empfiehlt sich jedoch, den Amtsträger

- von seiner kirchlichen Funktion her mit Herr Kardinal (Eminenz), Herr Erzbischof (Exzellenz), Herr Weihbischof, Herr Bischof, Herr Dechant, Herr Pfarrer, Herr Kaplan, Herr Vikar, Herr Kooperator;

- von seinem Ehrentitel in der Kirche her mit Herr Prälat, Herr Kanonikus, Monsignore, Herr Konsistorialrat, Herr Geistlicher Rat anzusprechen. Im Zweifelsfall erkundige man sich. Er trägt im allgemeinen einen schwarzen Talar, ein Rochett (Chorhemd), eine Stola, einen violetten oder schwarzen Vespermantel (Pluviale) und ein Birett.

Bei der religiösen Handlung hat der Amtsträger im allgemeinen einen Messner und Ministranten als Assistenz.

3. Die Trauerfeier wird ortsüblich nach christlichem Brauch gestaltet.

Bei der religiösen Handlung werden Weihwasser und Weihrauch benötigt; dafür sorgt der Amtsträger.

Für die Beistellung eines Kreuzträgers hat im allgemeinen die Bestattung zu sorgen.

Die religiöse Handlung besteht aus Gebeten, dem Wortgottesdienst, einer Lesung, einer Ansprache (Homilie), Fürbitten, der Grabsegnung und einem abschließenden Segenswort.

Als Rahmen der religiösen Handlung können - wenn die Angehörigen es wünschen - dem Anlaß entsprechende Musikstücke oder Gesänge aufgenommen werden.

Profane Musikstücke oder Gesänge werden von der römisch-katholischen Kirche nicht toleriert.

Weltliche Redner sollen vor oder nach der religiösen Handlung zu Wort kommen.

Der Trauerzug soll wie folgt gereiht sein:

Nichtkatholische Verbände, Abordnungen, Kranzträger, Ordenträger, der Kreuzträger und die Geistlichkeit, der Sarg mit dem Verstorbenen, die Angehörigen, offizielle Vertretungen und schließlich die nicht nach Geschlechtern getrennten Teilnehmer an der Trauerfeier.

Bei Zweifel über Wesen und Ablauf dieser Trauerfeier ist die Meinung des Amtsträgers einzuholen; sie ist maßgebend.

4. Die römisch-katholische Kirche erlaubt die Erd- und die Feuerbestattung.

Zur Feuerbestattung verweist die römisch-katholische Kirche auf den Codex Iuris Canonici (CIC/1983), Canon 1176, § 3: "Nachdrücklich empfiehlt die Kirche, daß die fromme Gewohnheit beibehalten wird, den Leichnam Verstorbener zu beerdigen; sie verbietet indessen die Feuerbestattung nicht, es sei denn, sie ist aus Gründen gewählt worden, die der christlichen Glaubenslehre widersprechen."

5. Eine Totenmesse wird gelesen.

Ort und Termin sind mit dem zuständigen Pfarramt der römisch-katholischen Kirche zu vereinbaren.

6. Das Entgelt (Stolgebühr) für den religiösen Beistand wird nach ortsüblichen Tarifen im allgemeinen zwischen der römisch-katholischen Kirche und der Bestattung verrechnet.

Für Mitglieder der evangelischen Kirche gelten ähnliche Empfehlungen:

 

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