Witwen/Witwerpension

Die Witwen- bzw. Witwerpension ist eine Leistung, die der hinterbliebenen Ehefrau bzw. dem hinterbliebenen Ehemann eine soziale Absicherung garantieren soll.
Anspruchsvoraussetzungen:

Bei Tod einer/eines Pensionsversicherten bzw. einer Pensionsbezieherin/eines Pensionsbeziehers gebührt der Witwe/dem Witwer eine Pension.

Bei Tod einer/eines Pensionsversicherten muss eine Mindestversicherungszeit der/des Verstorbenen in der Pensionsversicherung in Abhängigkeit vom Alter vorliegen.

Höhe der Transferleistung

Die Höhe der Witwen- bzw. Witwerpension beträgt zwischen 40 % und 60 % der Pension der/des Verstorbenen. Der Prozentsatz hängt von den Bemessungsgrundlagen der Ehepartnerin/des Ehepartners ab.

Die Auszahlung der Pension erfolgt monatlich im Nachhinein, jeweils am 1. des Folgemonats. Im April und September wird die Pension in doppelter Höhe (Pensionssonderzahlung) angewiesen.

Achtung:

Die Höhe der Pension darf bei geschiedenen Ehepartnern in der Regel nicht höher sein, als die Höhe der Unterhaltsverpflichtung bzw. der tatsächlichen Unterhaltsleistung.

Bezugsdauer:

Die Witwen- bzw. Witwerpension gebührt ab dem Tag nach dem Todestag der/des Verstorbenen.

Sie gebührt grundsätzlich ohne zeitliche Befristung, wenn eine der folgenden Voraussetzungen zutrifft:


aus der Ehe stammt ein Kind oder
die Witwe/der Witwer hat zum Zeitpunkt des Todes der Ehepartnerin/des Ehepartners das 35. Lebensjahr vollendet oder
die Witwe/der Witwer ist zum Zeitpunkt des Todes der Ehepartnerin/des Ehepartners invalid oder
die Ehe dauerte mindestens zehn Jahre
Ansonsten gebührt eine befristete Witwen- bzw. Witwerpension für die Dauer von 30 Monaten.

War die/der Verstorbene bereits Pensionsbezieherin/Pensionsbezieher bei der Eheschließung, gebührt grundsätzlich ebenfalls nur eine befristete Witwen- bzw. Witwerpension von 30 Monaten.

Nur wenn die Ehe – in Abhängigkeit vom Altersunterschied der Ehepartner – eine bestimmte Zeit gedauert hat oder aus der Ehe ein Kind stammt, wird eine unbefristete Witwen- bzw. Witwerpension gewährt.

Kommt es während des Bezugs einer unbefristeten Witwen- bzw. Witwerpension zu einer neuerlichen Eheschließung, wird die Pension mit einem 35fachen Pensionsbezug abgefertigt, während eine befristete Pension mit Ende des Monats der Eheschließung einfach wegfällt.

Antragstellung

Die Witwen- bzw. Witwerpension muss beantragt werden.

Frist:

Der Antrag ist innerhalb von sechs Monaten nach dem Tod der/des Versicherten einzubringen, um einen Pensionsanspruch mit dem auf den Todestag folgenden Tag zu erhalten.

Achtung:

Bei einer späteren Antragstellung gebührt die Pension erst mit dem Tag der Antragstellung.

zuständige Behörde:

Der Antrag ist bei jenem Versicherungsträger einzubringen, bei dem die/der Versicherte in den letzten 15 Jahren überwiegend versichert war.

In den Bundesländern gibt es dafür Landes- und Außenstellen sowie in einigen Gemeinden Sprechtage einzelner Pensionsversicherungsträger.

Mehr Info unter:
www.HELP.gv.at welches vom Bundeskanzleramt betrieben wird und die Drehscheibe zwischen Behörden, Institutionen und BürgerInnen im Internet ist. Amtswege sind durch HELP planbar, können optimal vorbereitet bzw. unabhängig von den Amtsstunden auf elektronischem Weg abgewickelt werden. Die Informationstexte werden laufend auf ihre Aktualität hin geprüft.




[Home] | [Zurück]


powered by zadrobilek-werbung
Seitenanfang