Hospiz

Beim Sterben begleiten

Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Gerade in einer pluralistischen Gesellschaft hat die Theologische Fakultät besondere Aufgaben. Sie soll die Sinn- und Zielfrage des Lebens reflektieren und für die Einzelmenschen wie die Gesellschaft Orientierungs- und Entscheidungshilfen erarbeiten. Besonderer Informationsbedarf und manchmal auch Hilflosigkeit gibt es zum Thema Sterben, Tod und Sterbebegeleitung.

Sterbebegleitung heißt Schwerkranken Hilfe im und nicht zum Sterben anzubieten. Für den Moraltheologen an der Uni Salzburg Werner Wolbert heißt das "bei der inneren Vorbereitung auf den Tod zu helfen, aber auch Maßnahmen zur Schmerzlinderung anzubieten." In der (moraltheologischen) Ausbildung an der Fakultät nimmt medizinische Ethik daher breiten Raum ein. "Die letzte Ölung am Sterbebett ist", so Wolbert "aus theologischer Sicht zu wenig und erfolgt auch meist zu einem sehr späten Zeitpunkt". Wünschenswert wäre eine Auseinandersetzung mit dem Tod schon viel früher. Dafür ist eine umfassende Schulung des Krankenhauspersonals notwendig, das zwar in medizinischen Belangen hochqualifiziert ist, als Begleitung und Stütze für Sterbende aber oftmals an die eigenen Grenzen stößt.

Das zeigte eine Befragung, die die Salzburger Moraltheologen mit rund einem Drittel der rund 7000 aktiv im Gesundheitsdienst tätigen Personen im Land Salzburg durchführte. Auf Basis dieser vom Land unterstützten Studie wird an der Uni nun ein Konzept für die Sterbebegleitung erarbeitet.

(Caroline Kleibel/Heide Gottas)




[Home] | [Zurück]


powered by zadrobilek-werbung
Seitenanfang